Lateinischer Name: Fascicularia
Kategorie: mehrjährige krautige Pflanzen
Heimat: Chile
Dekorative und exotische Fascicularia
Die Gattung Fascicularia umfasst nur wenige Arten, nämlich insgesamt fünf sehr auffällige Vertreter der Pflanzenwelt und gehört zur Familie der Bromeliengewächse.
Ursprünglich gelten die Bergregionen Chiles als die Heimat dieser ungewöhnlichen, krautigen Schönheit.
Fascicularien können sowohl bodenständig, xerophytisch als auch epiphytisch sein und sind vielseitige, immergrüne, mehrjährige Pflanzen mit einem Stiel oder einem kurzen Stiel. Eine steife, geschlossene Rosette wird durch lineare, fünfzig Zentimeter lange, grüne Blätter gebildet. Unten sind sie breit und die Enden sind spitz. Bei der blühenden, unvergleichlichen Fascicularia werden die inneren Blätter dunkelrot. Aus der Mitte der Rosette erscheint ein sehr kurzer Pfeil mit einem Blütenstiel, der eine kugelförmige Form hat. Er wird von blauen, röhrenförmigen, drei Zentimeter großen Blüten geschmückt, die von gezackten, beigen oder cremefarbenen Blütenblättern umgeben sind. An der verblühten Pflanze wachsen Früchte, die mit Schuppen bedeckt sind. In ihrer Form ähneln sie einem Ei. Dank ihrer Struktur passt sich die Pflanze hervorragend an alle Lebensbedingungen an. Eine sehr widerstandsfähige und anspruchslose Pflanze wird für jeden Gärtner interessant sein.
Fascicularia-Arten
Fascicularia bicolor
Die bei Blumenliebhabern am häufigsten vorkommende Fascicularia-Art. Sie sieht wunderschön aus, verschönert und dekoriert hervorragend geräumige Wohnräume, Gewächshäuser, Terrassen, Büros und andere öffentliche Bereiche.
Fascicularia andina
Ist eine bodenständige, mehrjährige, rosettenförmige Pflanze, die an eine Ananas erinnert. Sie hat eine beträchtliche Größe von bis zu 45 cm Höhe und bis zu 60 cm Breite. Die Pflanze hat feine, stachelige, steife, grüne Blätter in verschiedenen Farbtönen. Ihre Länge beträgt fünfzig Zentimeter. Bei der im Sommer blühenden Fascicularia andina werden die inneren Blätter dunkelrot.
Fascicularia pitcairniifolia
Ist größer als die vorherige Art, ausladend, bodenständig, rosettenförmig und mehrjährig. Ihre Größe erreicht einen Meter. Die Pflanze zeichnet sich durch grüne, meterlange Blätter aus, deren Rippen mit scharfen, kurzen, breiten, braunen Stacheln besetzt sind. Ein grauer Belag bedeckt die Blattplatten und die Farbe wird dadurch matter. Die Pflanze blüht mit blauen und leuchtend violetten Blüten. Sie sind in Blütenständen angeordnet und von leuchtend roten Blütenblättern umgeben, die an Kragen erinnern.
Pflege der Fascicularia im Haus
Nur sehr wenige Pflanzen können mit der schönen, blühenden Fascicularia konkurrieren. Ein Vorteil dieser wärmeliebenden Pflanze ist ihre Fähigkeit, sich an verschiedene Wachstumsbedingungen anzupassen. Sie stellt keine besonderen Ansprüche an die Pflege, aber dennoch sollte man einige Feinheiten kennen und ihre Launen genau befolgen, um seine Lieblingspflanze in gutem Zustand zu sehen.
Beleuchtung und Standort
Um die leuchtende Farbe der Blattplatten und die üppige Blüte zu fördern, sollte die Pflanze an einem östlichen und westlichen Standort aufgestellt werden. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden.
Temperatur
Die sommerliche Raumtemperatur sollte zwischen 20 und 28 °C liegen, während die Temperatur in den kühlen Übergangszeiten auf 16 °C sinken kann. Die Fascicularia kann einen kurzzeitigen Temperaturabfall bis zum Gefrierpunkt und sogar etwas darunter vertragen. Frische Luft ist für die Pflanze unerlässlich.
Luftfeuchtigkeit und Bewässerung
Für die Fascicularia ist die Luftfeuchtigkeit nicht so wichtig wie für ihre nahen Verwandten, die Billbergia und die Nidularia. Weiches, warmes Wasser zum regelmäßigen, wöchentlichen Besprühen ist für die Pflanze sehr nützlich.
Regelmäßiges, reichliches Gießen mit weichem, abgestandenem Wasser bei Raumtemperatur, mindestens einmal pro Woche, ist optimal für die Pflanze. Mit dem Einsetzen der Kälte sollte die Bewässerung etwas reduziert werden, wobei die Häufigkeit des Vorgriffs an leicht ausgetrockneter Erde angepasst wird. Die Pflanze sollte nicht zu stark gegossen werden, damit die Wurzeln nicht faulen.
Umtopfen und Substrat
Man muss sich nicht besonders um das Umtopfen der Fascicularia kümmern. Die Wurzeln der Pflanze wachsen nicht schnell, daher topfen wir die Pflanze um, wenn der Topf mit Wurzeln gefüllt ist. Das Frühjahr ist die beste Zeit für diesen Vorgang. Beim Umgang mit der stacheligen Schönheit sollten unbedingt Handschuhe getragen werden.
Die Erdmischung kann aus folgenden Bestandteilen bestehen: Blätterde, Rasende und Humuserde, Oberboden-Torf, Sand, Holzkohle, Sphagnummoos. Auf dem Boden des Topfes sollte eine angemessene Drainageschicht vorhanden sein.
Düngung
Die Fascicularia benötigt keine häufige Düngung, aber mit dem Einsetzen der warmen Jahreszeit ist es ratsam, flüssige, wasserlösliche Düngemittel in halber Dosis zu verabreichen. Wenn man es mit der Düngung übertreibt, kann man nur schöne Blattplatten sehen und nicht die Blüte der Pflanze genießen.
Vermehrung der Fascicularia
Die Fascicularia wird wie ihre nahen Verwandten, die Dickiea und die Neoregelia, vermehrt. Seitliche Ableger werden von der Mutterpflanze getrennt und in separate Töpfe gepflanzt. Das Besprühen ist obligatorisch, die Temperatur sollte bei 27 °C gehalten werden.
Schädlinge und Krankheiten
Die Nichteinhaltung der Pflegehinweise führt zum Auftreten unerwünschter Gäste:
- Schildläuse,
- Wolläuse,
- Blattläuse.
Eine Behandlung mit Insektiziden ist erforderlich.
Die Fascicularia ist eine anspruchslose und schöne Pflanze, die mit dem Alter noch dekorativer und attraktiver wird.











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